Wollmanufaktur Cappel


Versand von naturbelassener Spinn- und Filzwolle von Rauhwolligen Pommerschen Landschafen

Verkauf von Tieren ohne und mit Herdbuch (Stammzuchtbetrieb RPL)

Leder und Felle

Lammfleisch, Schafsalami

Über uns Schafe Wolle Produkte Tiere Aktuelles Rügen Links Impressum Home

Auf dieser Webseite stelle ich die Haltung und Zucht meiner Rauhwolligen Pommerschen Landschafe vor und all das, was meine Schafe mir anbieten: Wolle, Fleisch, Felle, Leder, Nachzucht.


Außerdem könnt ihr sehen, was man/frau alles aus Schafwolle machen kann: kardierte Wollvliese, handgesponnene oder maschinengesponnene Strickwolle


Es sollen noch dazukommen: Strickpullover in großen Größen, geeignet für die Arbeit, also möglichst einfach gestrickt mit dem Handstrickapparat und in den pommerschen Grautönen.


Eine schon bekannte Delikatesse ist meine Schaf-Salami, die unser Dorfschlachter exklusiv für mich herstellt.


Immer im Spätherbst ist Schlachtzeit. Ab Hof gibt es dann halbe bzw. ganze Lämmer, küchenfertig zerlegt, auf Wunsch mit Lammhack von den unedlen Teilen.



So wachsen die Lämmer heran: auf saftiger Marschweide in uralter Beetstruktur. Dieses Land war vor 1500 Jahren noch Meeresboden. Einen geschlossenen Stall kennen meine Schaf nicht, nur eine überdachte Raufe mit Schlafplatz (Unterstand). Die Wolle der Tiere bleibt so wunderbar sauber.


Meine Philosophie


Schafe und Ziegen waren die ersten Tiere, die von den Menschen gezähmt wurden und deren Produkte Wolle, Fleisch, Milch, Felle und Därme im täglichen Leben sehr wichtig waren.

.

Dafür wurde den Tieren Schutz geboten und für Nahrung gesorgt..


Diese Symbiose Mensch-Tier zeigt sich auch heute noch, wenigstens in Restbeständen. Wer auf die leisen Töne und kleinen Gesten der Schafe achtet, wird viel lernen  oder aus uralter Zeit wieder erkennen.


Schafe haben eine Art, mit Zeit und Leben umzugehen, die uns heutigen modernen Menschen abhanden gekommen ist: Leben im Hier und Jetzt, Konzentration auf das Wesentliche.


Seit Jahrtausenden liefert das Schaf seine Wolle, bis vor wenigen Jahrzehnten war der Hauptgrund der Schafhaltung die Wolllieferung, sie war teuer und wurde hoch geschätzt.

Erst letztes Jahrhundert wurde das Schaf zum Fleischproduzenten, die Wolle war nichts mehr wert: ein  Abfallprodukt, bei manchen Züchtern nicht mehr erwünscht.


Dagegen muss hier und heute etwas getan werden: Keine künstliche Faser kann mit Schafwolle in Konkurrenz treten.


Schafwolle muss wieder ihren hohen Wert erhalten, den sie seit ein paar Jahrzehnten verloren hat. Das kann nur geschehen, wenn alle Kleidungsverbraucher sich auf den hohen Wert von Wollkleidung besinnen.  Nicht gemeint ist damit die fast zu Kunstfaser „veredelte“ Schafwolle, waschmaschinenfest, einlaufsicher und mottenresistent. Diese Fasern haben nichts mehr mit naturbelassener Schafwolle zu tun. Wer den Unterschied in den Trageeigenschaften noch nicht kennt, sollte ganz schnell einmal „richtige“ Schafwollkleidung tragen.


Der zweite Grund, weshalb ich Schafe halte, und zwar gerade die Rauhwolligen Pommerschen Landschafe, ist ein kleiner Beitrag meinerseits zur Erhaltung der Genvielfalt in der Nutztierhaltung. Rauhwoller waren um 1980 herum fast ausgestorben. Wenn eine Rasse  eine bestimmte Tieranzahl unterschreitet, gerät die Zucht in Blutenge (alle Tiere sind blutsverwandt) und läuft dann ganz schnell Gefahr, auszusterben. Die Rauhwoller haben bis jetzt Glück gehabt, genug Menschen fanden sich, die diese Rasse erhalten haben. Die Gefahr des Aussterbens ist nicht mehr so groß, aber gefährdet ist diese Schafrasse immer noch.


Aber auch Schafhalter mit Ambitionen, eine Rasse zu erhalten, müssen rechnen. Was liegt da näher, als ein Nutztier auch wieder seinem Nutzen zuzuführen: Fleisch, Wolle, Felle, evtl. Milch, Zuchttiere für weitere Interessierte. Nur so kann man auf Dauer Genvielfalt erhalten unter Deckung der dazu nötigen Kosten, die Arbeitsstunden rechnet ein Hobbyschafhalter sowieso nicht mit.


Zusammengefasst kann ich sagen:


Meine Schafzucht beruht auf artgerechte, gesunde Tierhaltung, die ich durch Jahrtausende alte Nutzung der Möglichkeiten, die die Schafe anbieten, finanziere und dabei darf ich mich im Umgang mit den Tieren in ein uraltes Tier-Mensch Verhältnis einlassen, in dem ich die wahren Werte dieser Erde wieder finde.



Schafs-Geschichte


Vor etwa 10.000 Jahren wurden im Vorderen Orient (wahrscheinlich Anatolien) die ersten Schafe domestiziert. Wilde Schafe, z.B. Mufflons, gibt es heute nur noch in Nord- und Zentralasien.


Vor etwa 7.500 Jahren brachten die ersten Ackerbauern Schafe und Ziegen nach Mitteleuropa, damals noch Haarschafe, die wegen ihres Fleisches und der Milch gehalten wurden.


Bei der nachfolgenden Züchtung haben die Menschen darauf geachtet, dass der Wollanteil im Vlies gefördert und der Anteil der groben Haare vermindert wurde.

Vor ca. 5.000 Jahren gab es die ersten Schafe mit weißem Vlies (Wildschafe sind generell dunkel) und hornlose weibliche Tiere.


In Nordwest-Europa wurden aus der Zeit vor etwa 4.200 Jahren Wollfunde gemacht, die zusammen mit Knochenfunden belegen, dass die Tiere größer wurden und das mehr erwachsene Tiere und auch Widder gehalten wurden, vor allem wegen der Wolle.


Bis in die Neuzeit wurden Schafe zur Wollerzeugung gehalten. Durch die Erfindung von künstlichen Fasern ging die Anzahl der Tiere zurück und es wurde auf Fleischzucht umgestellt.

Erst heute besinnen sich die Menschen in Zeiten des Umbruchs, der nachwachsenden Rohstoffe und der ganzheitlichen Betrachtung aller Vorgänge, wieder auf Schafwolle.


Die Vereinten Nationen haben im Februar 2007 in einer Resolution der Generalversammlung das Jahr

2009 zum Internationalen Jahr der Naturfaser erklärt.