Wollmanufaktur Cappel


Versand von naturbelassener Spinn- und Filzwolle von Rauhwolligen Pommerschen Landschafen

Verkauf von Tieren ohne und mit Herdbuch (Stammzuchtbetrieb RPL)

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Schafe

Meine Rauhwolligen Pommerschen Landschafe laufen ganzjährig auf der Weide, nur ein an drei Seiten geschlossener Unterstand schützt vor Regen und Sonne, vor Kälte brauchen diese Schafe keinen Schutz.


Der natürliche Jahresrythmus wird eingehalten: Deckzeit ab Ende Oktober, Lamzeit ab Ende März bis Ende April, Schur im Mai/Juni, Schlachtzeit ab November.


Rauhwoller sind mittelgroß, sind also auch für eine Frau zu "händeln". Ihre Haltung wird als anspruchslos beschrieben, wobei ich finde, dass keine Schafe einfach so nebenbei zu halten sind. Abwechslungsreiches Futter, Mineral- und Vitamingaben und durchdachte Parasitenbehandlung danken diese Tiere mit langer, glänzender Wolle und gesunden Lämmern, in der Regel 2 pro Lammung.


Die Lämmer werden grundsätzlich pechschwarz geboren, das Wollvlies nimmt erst mit etwa zwei Jahren seine endgültige Farbe an: hellgrau, grau, oder dunkelgrau. Fast schwarze Wolle gewinnt man nur bei einigen Tieren bei der ersten Schur mit ca. 13-14 Monaten, entsprechend selten gibt es schwarze (die sogenannte „blaue“ )Wolle zu kaufen. Die meisten Tiere tragen mittelgraue Wolle.

Ab Ende März werden die Lämmer draussen geboren und laufen vom ersten Tag an in der Herde mit.

Sobald der Kindergarten gefüllt ist, werden abendliche Lämmer-Rennen veranstaltet.

Im Sommer sind die Lämmer fast so gross wie ihre Mütter und von Ferne an der dunklen langen Wolle zu erkennen.

Im Winter sind die Mütter wieder unter sich und warten auf ihre neuen Lämmer.

Die Vaterböcke bilden bis auf 5 Wochen im Jahr eine „Männergruppe“ und fühlen sich sehr wohl.

Vor einigen Jahren  habe ich mit der Herdbuchzucht von

Coburger Fuchsschafen begonnen. Diese Rasse passt sehr schön von der Grösse und vom Verhalten in die gesamte Herde. Die Coburger Füchse sind mittelgrosse Schafe mit einem leicht rötlich schimmernden Vlies und hell- bis rotbraunen Beinen und Kopf. Die Lämmer werden fuchsrot geboren und hellen im ersten Lebensjahr zum „Goldenen Vlies“ auf.

Die Wolle ist gut geeignet zum Handspinnen und wurde in den dreissiger Jahren des letzten Jh. zur Tuchherstellung benutzt.


Landschafe mit Fuchsfärbung wurden in Deutschland seit Jahrhunderten gehalten,  Anfang des letzten Jh. waren sie fast ausgestorben. Das Coburger Fuchsschaf muss wegen der Gefahr des Aussterbens beobachtet werden.


Eine Coburger Fuchsmutter mit zwei rotbraunen Lämmern.

Meine Schafhaltung:


Seit 1998 züchte ich Rauhwollige Pommersche Landschafe. Aus meinen 3 Ur-Muttern ist inzwischen eine stattlich Herde von über 50 Muttertieren, einigen Zuchtböcken und einigen Jungtieren geworden.

Die Weidefläche wuchs entsprechend vom Apfelhof auf ca. 4 ha an. Was als Hobby begann, hat längst die Ausmaße eines landwirtschaftlichen Nebenerwerbs eingenommen.

Meine Tiere laufen das ganze Jahr über im Freien. Sie könne jederzeit einen Unterstand mit Raufe und trockener Liegefläche erreichen. Im Winter wird Heu zugefüttert, in der Hochträchtigkeit sowie während der ersten Säugezeit gibt es noch Futterwurzeln und etwas Hafer für die Muttertiere.

Die Lammzeit findet ab Ende März statt. Die Lämmer laufen vom ersten Tag an in der Herde mit.


Ein Schafjahr


Das Jahr der Schafe beginnt im Herbst mit der Deckzeit: ab Anfang November dürfen die Zuchtböcke ihrer eigentlichen Bestimmung nachkommen, nämlich der Zeugung von Lämmernachwuchs.


Nach etwa sechs Wochen auf der Mutterweide müssen die Böcke wieder ihren Herrenclub für den Rest des Jahres aufmachen. Die Muttertiere dürfen wieder mit ihren Töchtern vom April zusammen laufen, die erst im 2. Lebensjahr gedeckt werden.

Es kehrt Winterruhe ein. Der Heuvorrat schmilzt schnell dahin, reicht aber doch jedes Mal bis in den April hinein. Die Vliese der Schafe machen noch einen Wachstumsschub, bis die Tiere wie wandelnde Wolleberge aussehen.


Ab Mitte Februar beginnt die Hochträchtigkeit, bis zu Lammzeit sind nur noch 6 Wochen. Die Mutterschafe werden immer breiter und brauchen viel Platz an der Heuraufe. Gleichzeitig machen die Erstlingsmuttern eine wunderbare Wandlung vom Jungschaf zur werdenden Mama durch.


Ab Ende März beginnt die aufregende Lammzeit. Alle Mutterschafe lammen freilaufend auf der Weide, bei Sturm, Regen, Frost oder Sonnenschein. Die wenigsten gehen dazu in den Unterstand. Meine Tage sind angefüllt von Kontrollgängen zur Weide, morgens früh, mittags, abends vor dem Dunkelwerden und bei Bedarf mitten in der Nacht mit Taschenlampe. Die meisten Tiere lammen in den frühen Morgenstunden, so dass jeder Morgengang zur Überraschung wird. Sehr selten wird ein Tierarzt gebraucht, nur, wenn ich selber nicht weiter komme mit der Geburtshilfe. Sofort am ersten Tag werden den Lämmern Ohrmarken gesetzt, bei manchmal bis zu 4 Lammungen pro Tag eine sehr nötige Maßnahme, um Lämmer und Mütter zuzuordnen. Nur bei Erstlingsmuttern oder Drillingsmuttern ist ein Tag in einer separaten Ablammbucht manchmal nötig, sonst laufen alle Lämmer vom ersten Tag an in der Herde mit.


Ab Mitte Mai bis Juni, je nach Wetterlage,  kommt die große Wollernte: Schafschur ist angesagt. Alle Tiere bis auf die Frühjahrslämmer werden geschoren.


Bis Mitte August laufen alle Lämmer bei ihren Müttern, dann werden die Bocklämmer abgenommen, sie sind schon freche Burschen geworden.

Alle Muttertiere und ihre weiblichen Lämmer kommen auf die Mutterweide, alle Lammböcke kommen auf die Bockweide zu den Zuchtböcken.


Ab Ende Oktober werden die überzähligen Lämmer geschlachtet und vermarktet.

Ab Anfang November beginnt  ein neues Schafjahr mit der Bockzeit.